02.07.2020

Vorsicht, Gelsenkinderstube!

Mit den steigenden Temperaturen werden auch die  Gelsen wieder aktiv. Hausgelsenweibchen überwintern an geschützten, frostfreien Orten – gerne in der Nähe menschlicher Behausungen. Zeitig im Frühjahr legen sie ihre Eier ins Wasser ab. Sie sind dabei nicht wählerisch: Jede kleine Pfütze, Gießkannen, die nicht vollständig geleert worden sind, Wasser­ansammlungen in Schalen und Tassen, die im Regen stehen gelassen wurden oder in Regenrinnen – vieles ist als Gelsen-Kinderstube geeignet. Hausgelsenlarven überleben auch eine vorübergehnde  Trockenheit. Nach etwa ein bis zwei Wochen sind die Gelsen fertig entwickelt und der Zyklus beginnt von vorne.


Da die Larven nur wenig Wasser für ihre Entwicklung brauchen, sind Hausgelsen nicht auf Überschwemmungen und große Regenmengen angewiesen. Mit ihren Auftreten ist also auch in Zeiten der Trockenheit zu rechnen. Um ihre Anzahl im Garten, auf der Terrasse und auf dem Balkon weitgehend zu reduzieren, sollte man alle Behälter, die sich als  Eiablageplatz eignen, regelmäßig leeren und den Bodensatz gründlich reinigen.


Im Garten ist es sinnvoll, Regenwasser aufzufangen und es zum Gießen der Pflanzen zu verwenden. Dabei sollte man aber darauf achten, dass Mücken von der Wasseroberfläche ferngehalten werden. Deshalb sollten Regentonnen oder andere Sammelgefäße entweder mit einem Deckel dicht verschlossen sein, oder man spannt über die Öffnung ein Mückennetz.


Angst vor einer Ansteckung mit Corona-19 braucht man nach einem Gelsenstich übrigens nicht haben. Nach derzeitigem Wissensstand ist eine Übertragung des Virus durch Gelsen nicht möglich.