Das Wet­ter macht auch man­chem gestan­de­nen Gehölz zu schaf­fen: Bäu­me reagie­ren emp­find­lich auf anhal­ten­den Tro­cken­stress. Das kann bis zum Abster­ben oder sogar zur Ent­wur­ze­lung füh­ren.

Anhal­ten­de und zuneh­men­de Tro­cken­pe­ri­oden füh­ren aller­orts zu Was­ser­man­gel. Der schwächt mas­siv die Vita­li­tät der Bäu­me und führt zu Blatt­ver­gil­bung, vor­zei­ti­gem Laub­ab­wurf und abge­stor­be­nen Ästen und Rin­den­ris­sen. Lang­fris­tig kön­nen die­se Tro­cken­heits­schä­den zu einer erhöh­ten Anfäl­lig­keit für Schäd­lin­ge und Krank­hei­ten füh­ren.

Wenn Bäu­me dürs­ten
Das ver­än­der­te Kli­ma ver­langt nach einer ange­pass­ten Baum­pfle­ge, erklärt Frank Bech­stein, ein deut­scher Pio­nier der Baum­pfle­ge. Statt flach zu bewäs­sern, ist in Tro­cken­pe­ri­oden regel­mä­ßi­ges und vor allem tief­grün­di­ges Wäs­sern ange­sagt. Nur so erreicht das Was­ser tat­säch­lich den Wur­zel­be­reich. Haus­be­woh­ne­rin­nen und Haus­be­woh­ner kön­nen zur Gesund­heit der Bäu­me im Innen­hof oder Gar­ten bei­tra­gen, indem sie an hei­ßen Tagen gie­ßen – um Ver­duns­tung zu ver­mei­den am bes­ten mor­gens oder abends. Je nach Grö­ße benö­tigt ein Baum pro Woche etwa zehn bis 200 Liter Was­ser.

Bäu­me brau­chen Auf­merk­sam­keit
Bereits geschwäch­te Bäu­me müs­sen ver­stärkt beob­ach­tet und auch öfter geschnit­ten wer­den. Abge­stor­be­ne Äste und brü­chi­ge Kro­nen­be­rei­che kön­nen bre­chen, her­ab­fal­len und Men­schen gefähr­den.

Tro­cken­stress erhöht zudem das Risi­ko, dass die Wur­zeln dem Baum nicht mehr aus­rei­chend Halt bie­ten. Kom­men dann Stark­re­gen und dadurch Boden­ero­si­on hin­zu, steigt die Gefahr eines Umstur­zes. Die auf­ge­weich­ten Böden kön­nen im schlimms­ten Fall nach­ge­ben und den gesam­ten Baum kip­pen las­sen. Ver­bor­ge­ne Schä­den an Wur­zeln oder Stamm sind äußer­lich nicht sofort erkenn­bar.

Jun­ge brau­chen beson­de­ren Schutz
Beson­ders jun­ge Bäu­me sind anfäl­lig für Wet­ter­ex­tre­me, da sie noch nicht tief ver­wur­zelt sind. Sie soll­ten mit Baum­pfäh­len oder Spi­ral­an­kern sta­bi­li­siert wer­den. Um das Wur­zel­wachs­tum wei­ter anzu­re­gen, ent­fernt man die­se am bes­ten nach drei Stand­jah­ren wie­der. Zum Schutz vor Hit­ze sind Schat­tie­run­gen oder Mul­chen sinn­voll – bei­des hält die Boden­tem­pe­ra­tur nied­rig. Bei Jung­bäu­men kann außer­dem ein wei­ßer Stamm­an­strich auf­ge­bracht wer­den. Gegen Frost und Aus­trock­nung im Win­ter ist es rat­sam, die Baum­schei­be mit Rei­sig oder Jute abzu­de­cken.

Quel­le: BGL