Eine Umfra­ge zeigt: Eine sehr gro­ße Mehr­heit der Öster­rei­che­rin­nen und
Öster­rei­cher schätzt eine gute Nach­bar­schaft. Dabei geht es gar nicht um gro­ße Freund­schafts­be­wei­se. Klei­ne Ges­ten rei­chen schon: zum Bei­spiel ein kur­zer Plausch auf dem Gang – und vor allem ein wenig Rück­sicht­nah­me.

Man will ja nur sei­ne Ruhe. Doch Lärm und Gerü­che aus der Nach­bar­woh­nung sind für vie­le Öster­rei­che­rin­nen und Öster­rei­cher ein Grund für Unzu­frie­den­heit mit der eige­nen Wohn­si­tua­ti­on. Ja, da wären auch noch man­geln­de Infra­struk­tur und hohe Wohn­kos­ten, die einem die Freu­de am eige­nen Zuhau­se ver­mie­sen. Aber so rich­tig stö­rend – das sind die Nach­barn. Das fin­den zumin­dest 19 % der Öster­rei­che­rin­nen und Öster­rei­cher.

Die­se Zahl ent­stammt einer Umfra­ge, die von einem Immo­bi­li­en­por­tal in Auf­trag gege­ben wur­de. Am unzu­frie­dens­ten zei­gen sich Stadt­be­woh­ner: 25 % jener Befrag­ten, die in Städ­ten mit mehr als 100.000 Ein­woh­nern leben, klag­ten über Beläs­ti­gung durch Gerü­che oder Lärm aus der Woh­nung neben­an oder über kul­tu­rel­le Kon­flik­te mit den Nach­barn. Am Land herrscht eher Har­mo­nie – hier liegt der Anteil bei 12 %. Gene­rell kla­gen Mie­ter häu­fi­ger über Stör­fak­to­ren im Wohn­um­feld als Eigen­tü­mer.

Ob Stadt oder Land: Gute Nach­bar­schaft wird geschätzt.
Eine har­mo­ni­sche Nach­bar­schaft ist für 78 % der Öster­rei­cher ein wich­ti­ges Kri­te­ri­um für Wohn­qua­li­tät. Am Land ist die­ser Wunsch mit 85 % beson­ders stark aus­ge­prägt, in Städ­ten über 5.000 Ein­woh­nern liegt der Anteil bei 75 %.
Aber was zeich­net eine gute Nach­bar­schaft eigent­lich aus?
Für die Mehr­heit der Öster­rei­che­rin­nen und Öster­rei­cher geht es vor allem um ein per­sön­li­ches Mit­ein­an­der und Rück­sicht­nah­me, wie eine wei­te­re Umfra­ge zeigt. Eine gute Nach­ba­rin oder ein guter Nach­bar zeigt dem­nach vor allem Inter­es­se an den Mit­men­schen neben­an. Dazu gehört auch ein wenig Tratsch und Klatsch. Vor allem Frau­en und etwas älte­re Haus­be­woh­ner über 40 Jah­re legen Wert auf den klei­nen Plausch auf dem Gang, wenn man ein­an­der trifft. Gute Nach­bar­schaft bedeu­tet auch, die Nach­barn zu infor­mie­ren, wenn mit Lärm durch Fei­ern oder Bau­ar­bei­ten zu rech­nen ist.

Blu­men­gie­ßen und Eier bor­gen: Nett, aber kein Muss
Ange­nehm, aber nicht Vor­aus­set­zung, um als guter Nach­bar wahr­ge­nom­men zu wer­den, sind klei­ne Hil­fen im All­tag – etwa das Aus­lei­hen von Lebens­mit­teln, wenn ein­mal wie­der Eier, Mehl oder Milch aus­ge­gan­gen sind. Auch die Blu­men ande­rer Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner zu gie­ßen, wäh­rend sie auf Urlaub sind, ist kein Muss, um die Bewer­tung „guter Nach­bar“ zu bekom­men.

28 % der Befrag­ten fin­den es übri­gens gut, wenn Nach­ba­rin­nen und Nach­barn nach­fra­gen, wenn jemand meh­re­re Tage nicht gese­hen wur­de. Das gilt beson­ders für unse­re lieb­ge­won­ne­nen Mit­be­woh­ner über 50 Jah­re.


Quel­le: Immo­Scout 24

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