6 von 10 Österreicher:innen sind für die Beibehaltung befristeter Mieten. Gegner sorgen sich vor Unsicherheit und steigenden Kosten.
Befristete Mietverträge sind ein fester Bestandteil des privaten Mietmarkts in Österreich. Laut Statistik Austria sind sind 25,1 Prozent aller bestehenden Hauptmieten befristet.
Befristungen sind ein wesentliches Instrument um beim Vermieten flexibel zu bleiben, wie ÖHGB-Präsident RA Dr. Martin Prunbauer betont: Befristungen würden Vermieter:innen Planungssicherheit bieten und sie sind der Grund, warum zahlreiche Wohnungen überhaupt auf den Markt kommen. Befristungen seien ein wichtiges Instrument der Marktwirtschaft. Ohne dieses würden Verknappung und höherer Preise drohen und Investitionen würden behindert — das Gegenteil von dem, was politisch erwünscht ist.
Doch wie sieht die Bevölkerung das Thema „Befristung“? Eine von Integral für ImmoScout24.at unter 1.000 Befragten durchgeführte Umfrage zeigt: 6 von 10 Österreicher:innen sprechen sich für die Beibehaltung befristeter Mietverträge aus. Ein Viertel ist dagegen, der Rest (16 Prozent) hat dazu keine Meinung.
Befürworter in Vorarlberg und Tirol, kritische Stimmen in Wien
Eines ist klar: Die Frag der befristeten Mietverhältnisse polarisiert. Das zeigt sich in einem starken Ost-West-Gefälle: In Vorarlbergt und Tirol sprechen sich 72 Prozent klar für die Aufrechterhaltung befristeter Mietverhältnisse aus. In den restlichen Bundesländern liegt sie bei rund 60 Prozent.
Ein ebenso klarer Ausreißer zeigt sich bei der Bundeshauptstadt Wien: Die Zustimmung liegt hier nur bei 48 Prozent, die Zahl der kritischen Stimmen jedoch bei 40 Prozent.
Tendenziell ist die Zustimmung in ländlichen Gegenden stärker als in urbanen Gebieten. Das spiegelt auch die Verbreitung von Wohneigentum wider. Während Eigentum in ländlichen Regionen oft die überwiegende Wohnform ist, ist die Eigentumsquote in Wien bersonders niedrig.
Quelle: ImmoScout24