Was frü­her als Kom­fort galt, wird zuneh­mend zur Vor­aus­set­zung für Lebens­qua­li­tät – vor allem in urba­nen Regio­nen: gekühl­te Räu­me.

Kli­ma­an­la­gen sind längst kein Luxus mehr. Bereits jedes fünf­te Eigen­heim ist mit einer Kli­ma­an­la­ge aus­ge­stat­tet. Knapp jede sechs­te Per­son plant inner­halb der nächs­ten fünf Jah­re die Anschaf­fung eines sol­chen Geräts. Gleich­zei­tig wächst das Bedürf­nis nach ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Lösun­gen, die Küh­len und Hei­zen kom­bi­nie­ren. Das zeigt eine aktu­el­le Stu­die des Markt­for­schungs­in­sti­tuts Mar­ke­tagent, die im Auf­trag des Kli­ma­tech­nik­pro­du­zen­ten Dai­kin Öster­reich durch­ge­führt wur­de.
Ein weit ver­brei­te­ter Ein­wand gegen die Instal­la­ti­on einer Kli­ma­an­la­ge ist der ver­meint­lich hohe Strom­ver­brauch. In die­sem Zusam­men­hang ver­weist Dai­kin auf die ver­gleichs­wei­se nied­ri­gen Betriebs­kos­ten moder­ner Kli­ma­sys­te­me. Die Kühl­kos­ten eines Mul­ti­split-Sys­tems mit einem Außen­ge­rät und drei ange­schlos­se­nen Innen­ge­rä­ten lie­gen je nach Nut­zungs­ver­hal­ten typi­scher­wei­se zwi­schen rund 120 und 360 kWh pro Som­mer­mo­nat. Das ent­spricht jähr­li­chen Kühl­kos­ten von etwa 330 Euro.
Dabei han­delt es sich um Kos­ten bei Strom­be­zug aus dem öffent­li­chen Netz. In Kom­bi­na­ti­on mit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge las­sen sich die­se deut­lich redu­zie­ren – bis hin zu nahe­zu kei­nen lau­fen­den Strom­kos­ten für die Küh­lung.

Dai­kin emp­fiehlt, mit dem Ein­bau einer Kli­ma­an­la­ge nicht zu lan­ge zu war­ten. In der Haupt­sai­son sto­ßen sowohl die Gerä­te­ver­füg­bar­keit als auch die Instal­la­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten häu­fig an ihre Gren­zen.

Mehr Hit­ze­ta­ge erwar­tet
Die Zahl der Hit­ze­ta­ge mit Tem­pe­ra­tu­ren über 30 Grad Cel­si­us hat sich in Öster­reich in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten laut Geo­Sphe­re Aus­tria ver­dop­pelt bis ver­drei­facht. Im Zeit­raum von 1961 bis 1990 wur­den in den Lan­des­haupt­städ­ten Öster­reichs jähr­lich zwi­schen drei und zwölf Hit­ze­ta­ge ver­zeich­net, die Rekord­wer­te lagen größ­ten­teils bei rund 20 Hit­ze­ta­gen pro Jahr.
Im Zeit­raum von 1991 bis 2020 wur­den in einem durch­schnitt­li­chen Jahr bereits zwi­schen neun und 23 Hit­ze­ta­ge regis­triert. Die Rekord­wer­te lagen dabei größ­ten­teils bei mehr als 40 Hit­ze­ta­gen pro Jahr. Was frü­her als Rekord galt, ist heu­te viel­fach der Durch­schnitt.

Mit den stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren wächst auch der Bedarf an effi­zi­en­ter Küh­lung – nicht nur aus Kom­fort­grün­den, son­dern zuneh­mend auch im Hin­blick auf Gesund­heit, Schlaf­qua­li­tät und Pro­duk­ti­vi­tät. Laut einer aktu­el­len Stu­die der BOKU Wien dürf­te die Zahl der soge­nann­ten Kühl­g­rad­ta­ge in Öster­reich bis zum Jahr 2050 um mehr als 40 Pro­zent stei­gen.

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